Unverträglichkeiten vorn Fruktose, Laktose oder Sorbit zeigen sich häufig durch Blähungen und Durchfall. Die Basis einer erfolgreichen Therapie ist eine grundlegende Darmsanierung mit Entfernung der belastenden Keime und Aufbau einer stabilen Darmflora. Dann haben wir gute Voraussetzungen geschaffen, dass sich Ihre Unverträglichkeiten wesentlich bessern oder ganz ausgeheilt werden.

Laktoseintoleranz

Eine Unverträglichkeit von Milch und Milchprodukten kann durch unterschiedliche Störungen ausgelöst werden. Man muss die Kuhmilch-Eiweißallergie als eine fehlgeleitete Reaktion des Immunsystems klar von der Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) unterscheiden. Offiziell spricht man nur von zwei bis fünf Prozent Milchallergikern bei Kindern, dabei nimmt man aber die offensichtlichen Zusammenhänge von Lebensmittelunverträglichkeiten und Neurodermitis nicht wirklich wahr.

Hauptsächlich im Erwachsenenalter entsteht bei 15-22 Prozent der deutschen Bevölkerung eine Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz), hier handelt es sich um einen Enzymmangel, die Laktase.

Bei einer gesunden Verdauung spaltet das Enzym Laktase den Milchzucker in seine Bestandteile auf, die dann über die Darmschleimhaut ins Blut aufgenommen werden. Bei einem Laktasemangel wandert der unverdaute Milchzucker in den Dickdarm und dient den Darmbakterien und Darmpilzen als Nahrung. Durch die dabei entstehenden Gase und die Bildung bestimmter Fettsäuren treten Beschwerden auf wie Völlegefühl, Krämpfe, Blähungen und vor allem wässriger Durchfall, die überfallartig auftreten können.

Basis der Therapie aller Reizdarmbeschwerden ist eine grundlegende Darmsanierung mit Entfernung der belastenden Hefepilze (Candida) und dem Aufbau einer stabilen Darmflora.
 

Sorbitunverträglichkeit

Sorbit (Sorbitol, Glucitol oder Hexanhexol) ist ein Zuckeralkohol, der immer häufiger in sog. „Light“-Produkten verwendet wird, um diese zu süßen. Sorbit ist chemisch eine veränderte Form des Zuckers mit hoher Süßkraft, für den unser Körper kein Insulin zur Verstoffwechslung benötigt, deshalb kommt er in vielen „diätetischen“ Lebensmitteln zum Einsatz.

Leider entlasten wir dadurch unseren Körper nicht, im Gegenteil, wir provozieren damit zum Teil massive Darmbeschwerden, die genau durch diesen Sorbit verursacht werden.

Symptome der Sorbitunverträglichkeit entsprechen dem Krankheitsbild des Reizdarmsyndroms. Sorbit kann nur sehr schwer im Dünndarm verdaut werden und gelangt somit in großer Menge in den Dickdarm. Dort wird Sorbit von Darmbakterien zersetzt und verursacht vielfältige Beschwerden wie Blähungen, Übelkeit, Aufstoßen und teils kolikartige Bauchschmerzen. Meistens entstehen Durchfälle, aber auch Verstopfung und wechselhafte, schmierige Stühle sind möglich.

Wo ist überall Sorbit enthalten:
Diabetikerzucker auf Sorbitbasis, Diabetikersüßigkeiten, Diabetikeraufstriche, Marmeladen und Konfitüren für Diabetiker, Fertigsüßspeisen, Müsliriegel, Kaugummis, Süßgetränke und Säfte, aber häufig auch Fertigwürzen.

Natürlicherweise kommt Sorbit vor in Stein-, Kernobst, Birnen, Äpfel, Pflaumen, Aprikosen und deren Säfte oder Trockenobst und Rosinen oder daraus hergestellten Marmeladen.

Wird Sorbit regelmäßig durch sorbithaltige Übeltäter wie Brausepulver, Brausetabletten oder über Kaugummis aufgenommen, verändert sich die Darmflora und die Aufnahmefähigkeit der Darmschleimhaut verschlechtert sich.

Auch andere Zuckeraustauschstoffe wie Mannit E421, Isomalt E953, Xylit E967 und Xylitol können ebenso wie Maltit E965 ähnliche Beschwerden wie Sorbit verursachen.

Basis der Therapie aller Reizdarmbeschwerden ist auch hier eine grundlegende Darmsanierung, mit Entfernung der belastenden Hefepilze (Candida) und dem Aufbau einer stabilen Darmflora.
 

Fruktose und Reizdarm

Fruchtzucker ist Verursacher vieler Beschwerden, auch wenn dies erst langsam Einzug hält in den diagnostischen Bereich der Medizin. Doch die Symptome seiner gestörten Aufnahme sind so vielfältig, dass sich mannigfaltige Beschwerden durch diese Störung erklären lassen.

Fruchtzucker ist ein Einfachzucker, der hauptsächlich in Obst und Honig vorkommt und als Haushaltskristallzucker gemeinsam mit dem Traubenzucker gebunden in der Saccharose von uns verzehrt wird.

Fruchtzucker muss vom Darm aufgenommen werden und wird durch die gesunde Darmschleimhaut mit Hilfe spezialisierter Transportsysteme geschleust. Wenn es hierbei zu Störungen kommt, bleibt Fruchtzucker im Darm zurück und wird zu Kohlendioxid und Wasserstoff abgebaut. Die entstehenden Gase führen im Bauch zu Auftreibung, Blähungen und letztendlich weichen Stühlen bis hin zu Durchfällen.

Dadurch, dass bei der sog. Fruktosemalabsorption Zucker in teilweise großen Mengen im Darm zurückbleibt, bietet er den idealen Nährboden für Hefe-Pilze. Fruktosemalabsorption genauso wie das vielfältige Krankheitsbild des „Reizdarms“ haben oft als wahre Krankheitsursache im Hintergrund einen Candida-Befall im Darm.

Basis der Therapie aller Reizdarmbeschwerden
ist auch hier eine grundlegende Darmsanierung, mit Entfernung der belastenden Hefepilze (Candida) und dem Aufbau einer stabilen Darmflora.